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10.06.2022

Kubernetes mit unseren Cloud Engineers

Stellen Sie sich vor, Sie sind im Supermarkt: Sie gehen durch die Regale, legen die Produkte in den Einkaufswagen und stellen sich dann an der einzig offenen Kasse an und warten. Im realen Leben ist das vollkommen in Ordnung. Bei einem Onlineshop undenkbar! Wenn 20 Personen gleichzeitig auf den Onlineshop zugreifen würden und es deshalb zu Störungen kommt, wäre das ziemlich ärgerlich. Im echten Leben öffnet man dann einfach mehrere Kassen gleichzeitig und die Menschen verteilen sich dementsprechend.  

 So ähnlich funktioniert das auch mit den Servern eines Onlineshops. Ist dies jedoch ein manueller Prozess, ist das alles ziemlich nervig: Die IT muss das Rechenzentrum kontaktieren und manuell mehr Server bestellen. Anschließend muss der Mitarbeiter im Rechenzentrum erst mal nach freien Servern suchen, man muss sich für ein Betriebssystem entscheiden, der Server wird gestartet, danach muss die jeweilige Software darauf installiert und, und, und. Nicht nur, dass dieser Prozess ewig lange dauern würde, man müsste dieses Prozedere auch für jeden einzelnen Server wiederholen – ein Riesenaufwand, für den niemand die Zeit hat.  

Was ist also die Lösung?  

KUBERNETES (kurz k8s). Kubernetes ist eine Open-Source-Plattform zur Container Orchestrierung und ist damit ein Werkzeug, das man in einer Cloud nutzen kann, um dort Ressourcen (Container = viele kleine Anwendungen, die zusammenarbeiten, um die Features der Gesamtanwendung zu ermöglichen, aka Microservice Architektur) zu orchestrieren (= mehrere Einzelvorgänge zu einem Prozess miteinander verknüpfen bzw. kombinieren). Bedeutet anhand unseres Beispiels mit dem Onlineshop, dass Kubernetes die Skalierung übernimmt: Je mehr Menschen sich im Onlineshop befinden, desto mehr Anfragen müssen verarbeitet werden. Kubernetes startet dann neue Prozesse innerhalb des Clusters (der Verbund von Servern) und verteilt diese Prozesse darüber hinaus auch noch gleichmäßig über die Server des Clusters. Diese Art der Skalierung macht in der Cloud nicht nur viel mehr Sinn, man zahlt auch wirklich nur für die CPU (Prozessor) und RAM (Arbeitsspeicher), die man tatsächlich belegt. So können die Kosten je nach Auslastung optimiert werden. Umgekehrt kann Kubernetes bei geringerer Auslastung Prozesse auch wieder aus dem Verbund herausnehmen. Ein weiterer Pluspunkt: Kubernetes reagiert bei Serverausfällen, indem es die Anwendung dann einfach kurzerhand auf einen der anderen Server im Cluster verlagert. Somit bietet Kubernetes seinen Anwendern eine enorme Sicherheit in Bezug auf Serverausfälle.  

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt, denn seine größte Stärke ist zugleich auch seine größte Schwäche: Da Kubernetes ein Open-Source-System ist, ist es zwar unglaublich vielseitig und anpassbar, auf der anderen Seite ist es deswegen auch kompliziert. Aus diesem Grund ist es wichtig, hier einen Experten an der Seite zu haben, der dafür Feuer und Flamme ist, wie beispielsweise unsere Cloud Engineers. Wir haben uns mit Teamlead Florian Fromm über seine Leidenschaft Kubernetes unterhalten: 

Florian, stell dich kurz vor: Wer bist du und was machst du bei CAMAO TEC?  
Hi! Ich bin seit Anfang des Jahres bei CAMAO TEC und leite aktuell das Team der Cloud Engineers. Unser Team hilft internen und externen Kunden, ihre Anwendungen in die Cloud zu bringen. Selbstverständlich nutzen wir dazu State of the Art Cloud Native Technologien wie z. B. Kubernetes. 

Du hast dich intensiv mit Kubernetes beschäftigt. Was reizt dich daran? 
Heutige Microservice Architekturen sind meist so komplex, dass man auf Tools wie Kubernetes angewiesen ist. Ohne Kubernetes wäre das alles schlicht sehr viel schwieriger. Aber als Herzblut-TECi begeistert mich ein Tool wie Kubernetes auch einfach, ich habe einfach ein intrinsisches Interesse an mächtigen, komplexen Tools wie k8s. Bildlich gesprochen ist Kubernetes für mich wie eine große Kiste Bausteine. Mit den Bausteinen dieser Kiste (und ein wenig mentalem Aufwand) kann man auch komplexeste Microservice Architekturen umsetzen, das wiederum begeistert mich und macht mir Spaß. 

Du und ein paar andere Kollegen wart virtuell auf der KubeCon, DEM Event für Kubernetes – was waren die größten Learnings für euch? 
Das Themenspektrum auf der KubeCon ist gigantisch, aber natürlich gibt es einige Themen, die uns entweder jeweils persönlich interessieren oder auch für unsere tägliche (oder zukünftige) Arbeit bei CAMAO TEC relevant sind.  
Ein kleiner Auszug dieser Themen:  

  • GitOps, vor allem das Announcement von opengitops.dev  
  • Zahlreiche Container & Kubernetes Security Themen wie z.B.: 
    • Chaos Engineering  
    • SBOM (Software Bill of Materials)  
    • Secret Handling Methoden, wie z.B. mit Sealed Secrets  
    • Service Mesh & Networking mit eBPF  
    • Fuzzing  
    • Server Side WebAssembly im Cloud Native Umfeld
    • Neuigkeiten, wie z.B. eine Prometheus Zertifizierung  
Die Cloud Engineers haben virtuell an der KubeCon teilgenommen

Du hast eine Zertifizierung zum Certified Kubernetes Application Developer (CKAD) gemacht – um was geht es da?  
Genau, ich habe die CKAD Zertifizierung schon gemacht, meine Teammates und ein paar Kollegen aus Leipzig sind gerade an der CKAD. Zur Erklärung:  

  • Certified Kubernetes Application Developer (CKAD): Hier geht es darum, wie man Anwendungen im Cluster deployed & betreibt.  
  • Certified Kubernetes Administrator (CKA): Hier wiederum geht es darum, wie man einen k8s Cluster an sich bereitstellt/betreibt.  

Danach werden wir aber auch die CKA Zertifizierung angehen. CKAD ist lediglich die einfachere von beiden, abgesehen davon überschneiden sich die Themen der beiden Zertifizierungen zumindest ein wenig. Es macht also Sinn, im ersten Schritt CKAD zu machen und sich dann an CKA zu wagen. Sobald wir mindestens drei Leute mit CKA in der Firma haben, können wir bei der CNCF (Cloud Native Computing Foundation, die organisieren/verwalten die k8s Zertifizierungen) auch den Status als KCSP – Kubernetes Certified Service Provider für CAMAO TEC beanspruchen. Das wäre das längerfristige Ziel für dieses Jahr und natürlich auch die Mitgliedschaft in der CNCF. Diese ist auch eine Voraussetzung für den KCSP Status.  

Warum wolltest du diese Zertifizierung machen?  
Kubernetes ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit und zugleich auch eines meiner liebsten Tools im CNCF Bereich. Abgesehen davon kann man mit so einer Zertifizierung natürlich auch dem Kunden beweisen, dass man sich wirklich mit k8s auskennt und das nicht nur behauptet.  
Ich sehe da auch noch so einen kleinen Gamification Faktor. Es gibt CKAD, CKA, CKS & KCSP … Da reizt es mich irgendwie zu versuchen alle zu “sammeln”.  

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